Strategie
Jede größere Stillegung erfordert ein maßgeschneidertes Konzept. Besonders wichtige Punkte sind dabei die Ermittlung der Gesamtkosten und der Finanzierung, politische Einflüsse und das Genehmigungsverfahren. Weitere wesentliche Kriterien sind die Abfallbehandlung, die Zwischen- und Endlagerung sowie die Rückbautechniken. Insofern ergeben sich für vergleichbare Projekte durchaus unterschiedliche Stilllegungsstrategien.
Die langjährige Erfahrung ermöglicht es Babcock Noell, für jede Stilllegungsaufgabe eine optimale Strategie zu entwickeln.
Beispiele für unterschiedliche Aufgabenstellungen und Strategien sind die Projekte:
Forschungszentrum Ispra, Italien
Zu Beginn der 60er Jahre wurde das Forschungszentrum Ispra in Italien als gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission gegründet. Veränderte Zielsetzungen in der Forschung haben dazu geführt, dass viele der dort errichteten nuklearen Einrichtungen heute nicht mehr benötigt werden. Zu diesen Einrichtungen gehören u. a. Versuchsreaktoren, Heiße Zellen und radiochemische Anlagen sowie eine Reihe von Entsorgungsanlagen und Lager für radioaktive Abfälle. Diese Anlagen sind nun stillzulegen, zurückzubauen und die anfallenden radioaktiven Abfälle sind zu beseitigen.
Für diese in den nächsten zwei Jahrzehnten anstehenden Aufgaben erarbeitete Babcock Noell ein klares, alle Punkte umfassendes Konzept. Danach wurde zunächst eine Iststandsaufnahme durchgeführt, die Abfallmengen bestimmt und für jede Anlage eine separate Strategie entwickelt. Aus diesen Daten ergab sich die Gesamtkonzeption, in der die zeitliche und logische Reihenfolge der einzelnen Maßnahmen definiert sind. Darüber hinaus erfolgte eine Kostenabschätzung sowie die Bestimmung des anfallenden Volumens für die Stilllegungsabfälle. Das gesamte Datenmaterial bildet die Basis für die Langfrist-Budgetplanung.


